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Indien

Tragikomödie von Josef Hader und Alfred Dorfer

IndienEin Komödie zum Lachen, schreien und manchmal auch zum Weinen. Ein "Wunderwerk des komischen Schreckens".
Vor dem Hintergrund trister Dörfer und in den verschiedensten Gasthäusern spielt sich eine emotionale Geschichte ab. Zwei ungleiche Gastronomieprüfer sind auf Dienstreise durch die österreichische Provinz, von einem Dorfgasthaus zum anderen, um diese zu auf die Einhaltung von Hygienebestimmungen und gewerberechtlicher Vorgaben testen: der bodenständige, kleinbürgerliche Heinz Bösel und der rohkostessende, von fernöstlicher Religion bewegte Fast-Yuppie Kurt Fellner.

Am Anfang können sich die beiden nicht leiden, und größer könnte der Unterschied zwischen zwei Menschen nicht sein. Doch die beiden höchst unterschiedlichen Charaktere kommen sich im Laufe der Zeit, zwischen Schnitzel und Fassbier, bei Gesprächen übers Vögeln und Saufen näher und entdecken auf der Tour ihre ganz eigenen Schwächen und Besonderheiten. Der Zuschauer sieht zu und blickt in die Seele der Männer und manch einer erkennt ein wenig sich selbst.
Der Bruderkuss durch eine geschlossene Klotüre wird zum Beginn einer wunderbaren Männerfreundschaft, bis das Leben unerwartet und in seiner ganzen Gewalt zuschlägt.
Die zarte Freundschaft der beiden Inspektoren erfährt gegen Ende der Reise eine besondere, überraschende und tragische Wendung. Und wäre das alles nicht so traurig, man wüßte sich vor lauter Lachen nicht zu halten.

Fellner: "In Indien zum Beispiel essens nur Reis. Die sitzen da auf der Strassn, essen a bissl Reis, die einen lachn dabei, die andern verhungern. Das muß irgendwie a ganz eigene Landschaft sein!" Bösel: "Naja, immer nur Reis, des wär nix für mi'. I bin ja kan Beilagenesser in dem Sinn."

Gespielt und inszeniert mit Carlo Wild (Fellner), Lars Hohlfeld (Bösel) und Gunther Müller (Wirte/Arzt/Pastor).